Copyright © Alle Rechte vorbehalten. Erstellt von APEL UG (haftungsbeschränkt)

APEL


Ambulanter Pflegedienst EmsLand

Pflegenotfall

0591 - 964 956 92
Büro Öffnungszeiten:
Montag - Freitag:    0900 - 1300
Montag, Dienstag, Donnerstag:    1530 - 1800

Termine nach Vereinbarung

Impressum || Datenschutz


Seit 2013 greift die nächste Reform der Pflegeversicherung - das so genannte Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG). Der Ambulante Pflegfedienst Emsland hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen Überblick zu vermitteln, was sich für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige ab Jahresbeginn 2013 geändert hat.

Verbesserungen für Demenzkranke
Ambulante Pflegedienste bieten künftig neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch gezielt Betreuungsleistungen an. Auch Pflegebedürftige, die nicht an Demenz erkrankt sind, können auf sie ausgerichtete Betreuungsleistungen als Sachleistungen durch Pflegedienste in Anspruch nehmen.

Mehr Leistungen für Menschen mit Demenz
Ab 2013 bekommen Demenzkranke ohne körperlichen Pflegebedarf (Pflegestufe 0) neben dem heute schon auf Antrag bei den Pflegekassen erhältlichen 100 bzw. 200 EUR monatlichen Zuschuss für zusätzliche Betreuungsleistungen erstmals ein Pflegegeld von monatlich 120 EUR bei Betreuung durch Angehörige oder Pflegesachleistungen bis zu 225 EUR bei Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst.
Bei Demenz erhalten Pflegebedürftige in Pflegestufe I monatlich ein um 70 EUR erhöhtes Pflegegeld von 305 EUR oder um 215 EUR höhere Pflegesachleistungen bis zu 665 EUR. Demenzkranke Pflegebedürftige in Pflegestufe II erhalten ein um 85 EUR höheres Pflegegeld von 525 EUR oder um 150 EUR höhere Pflegesachleistungen von bis zu 1.250 EUR.

Erstmals haben Demenzkranke und psychisch Kranke
mit eingeschränkter Alltagskompetenz Anspruch auf Zuschüsse zur Verhinderungspflege bei Abwesenheit von pflegenden Angehörigen von höchstens 1.550 EUR für bis zu 28 Tage im Jahr. Auch Pflegehilfsmittel und technische Hilfen stehen ihnen laut dem neuen Paragraphen 123 Absatz 2 des Gesetzes zu. Zudem wird  der barrierefreie Umbau der Wohnungen von Demenzkranken künftig erstmals mit bis zu 2.557 EUR pro Massnahme von den Pflegekassen gefördert. - All diese Leistungen waren bisher nur anerkannt (rein körperlich) Pflegebedürftigen vorbehalten.

Neues Wahlrecht bei ambulanter Pflege
Pflegebedürftige oder dessen Angehörige können bei ihrem ambulanten Pflegedienst künftig wählen, ob dieser ihnen die Pflege und Betreuung nach bisherigen verrichtungsbezogenen Leistungskomplexen (Beispiel: Kleine Morgentoilette mit Waschen, Kämmen und Zähneputzen) oder eine bestimmte Zeit für die Pflege garantieren soll. Gemeinsam mit dem Pflegedienst sollen sie entscheiden, welche Leistungen nach Zeitvolumen in Anspruch genommen werden. 

Erleichterungen für pflegende Angehörige
Die Bedürfnisse pflegender Angehöriger sollen von der Krankenversicherung künftig stärker berücksichtigt werden, wenn sie Vorsorge- oder Rehabilitationsbedarf haben. Leichter sollen sie künftig eine Auszeit von der Versorgung eines Pflegebedürftigen nehmen können.

Mehr Geld für Pflege durch Angehörige
Das Pflegegeld für häusliche Pflege durch Angehörige zahlen Pflegekassen künftig zur Hälfte weiter, wenn der Pflegebedürftige Kurzzeitpflege nach Klinikaufenthalten oder Verhinderungspflege wegen Urlaubs oder Krankheit  von pflegenden Angehörigen in Anspruch nehmen muss.

Rentenabsicherung pflegender Angehöriger
Um rentenrechtlich abgesichert zu sein, müssen pflegende Angehörige mindestens 14 Stunden pro Woche häuslich pflegen. Auf diese Mindeststunden Zahl wird auch die häusliche Pflege von mehreren Pflegebedürftigen angerechnet.

Förderung neuer Wohnformen für Ältere
Wohngruppen von Pflegebedürftigen wie Wohngemeinschaften erhalten künftig pro Bewohner 200 EUR Zuschuss, um ihren erhöhten Organisationsaufwand finanzieren und z. B. eine Organisationskraft beschäftigen zu können. Ausserdem werden notwendige Umbaumassnahmen in der gemeinsamen Wohnung von neuen ambulant betreuten Wohngruppen mit 2.500 EUR pro Person, höchstens ab 10.000 EUR pro Wohngruppe gefördert. Insgesamt stehen dafür 30 Millionen EUR bis Ende 2015 zur Verfügung.

Mehr Zuschüsse für barrierefreien Umbau
Für den altersgerechten barrierefreien Umbau von Wohnraum dürfen Pflegekassen bislang jedem Versicherten nur einmal einen Zuschuss von bis zu 2.557 EUR pro Massnahme zahlen. Wenn mehrere Pflegebedürftige zusammen wohnen, dürfen sie bis zu viermal den Zuschuss von 2.557 EUR gewähren. Insgesamt kann barrierefreier Umbau der Wohnungen zum Beispiel von ambulant betreuten Wohngruppen oder Wohngemeinschaften von Pflegebedürftigen also mit bis zu 10.228 EUR von Pflegekassen gefördert werden.

Erstmals haben Demenzkranke
und andere Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz wie psychisch Kranke laut dem neuen Paragraphen 123 Abs. 2 des Gesetzes Anspruch auf den Zuschuss für ihren barrierefreien Wohnraumumbau von 2.557 EUR pro Massnahme.

Mehr Rechte für Pflegebedürftige und Angehörige
Gestärkt werden die Rechte Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen gegenüber den Pflegekassen und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). So wird es ab April 2013  verbindliche Servicegrundsätze für Pflegekassen und MDK geben, damit ihre Mitarbeitenden mit Pflegebedürftigen angemessen und respektvoll umgehen. Antragstellern auf Pflegeleistungen wird künftig das MDK-Gutachten zugesandt. Sie erhalten automatisch Auskunft, ob für sie eine Reha-Massnahme sinnvoll ist.

Frühzeitige Pflegeberatung
Wer einen Antrag auf Pflegeleistungen stellt, dem muss seine Pflegekasse künftig innerhalb von zwei Wochen einen Beratungstermin und einen Ansprechpartner nennen. Auf Wunsch des Versicherten muss die Beratung bei ihm zu Hause oder in der Einrichtung, in der er lebt, erfolgen. Können dies die Pflegekassen nicht selbst fristgerecht leisten, müssen sie einen Beratungsgutschein für einen anderen qualifizierten Dienstleister ausstellen.

Bessere Beratung
Zur besseren Beratung werden die Pflegekassen verpflichtet, die Versicherten und ihre Angehörigen in für sie verständlicher Weise über die Leistungen der Pflegekassen sowie über die Leistungen und Hilfen anderer Träger zu informieren.

Zeitnahe Begutachtung
Kann der MDK Pflegebedürftige oder Antragsteller auf Pflegeleistungen nicht innerhalb von vier Wochen begutachten, müssen die Pflegekassen dem Versicherten mindestens drei andere Gutachter zur Auswahl nennen. Liegen Begutachtungsentscheidungen nicht innerhalb eines Monats vor, müssen Pflegekassen Antragstellern künftig für jede begonnene Woche der Fristüberschreitung 70 EUR als erste Versorgungsleistung bereitstellen.

Höhere Beitragssätze
Der Beitragssatz für Pflegeversicherte steigt ab 1. Januar 2013 um 0,1 % Prozentpunkte auf 2,05 Prozent, für Kinderlose auf 2,3 Prozent des Bruttoeinkommens.
Zuschuss zu privater Pflege-Vorsorge:
Eine staatliche Zulage von 60 EUR im Jahr erhalten alle ab 2013, die eine private Pflege-Zusatzversicherung abschliessen. Die Versicherungsunternehmen dürfen keinen Antragsteller aufgrund möglicher gesundheitlicher Risiken ablehnen. Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse sind nicht erlaubt.
Pflegeleistungen > Pflegeversicherung > Pflegestärkungsgesetz 1